ich verstehe dieses lied nicht. beim ersten hören war ich kurz geschockt, dann dachte ich, eventuell einen hauch von verstehen bei mir zu entdecken (wegen einer wendung zum ende hin). und jetzt sehe ich das video und verstehe wieder überhaupt nichts. die botschaft erschließt sich mir einfach nicht. und wieso das hasslied als video noch vor der single? wozu? was ist das besondere, das wichtige, die botschaft eben? keine ahnung. über theorien oder verständnis für mein unverständnis würde ich mich freuen.
Ich persönlich meine dazu, kann aber auch anders sein. Das damit gemeint ist, das man trotz des Hasses. Wir nicht Objektiv handeln sollten (z.b. Fanatisch). Sondern lieber subjektiv, sprich -Das eine vom andern zu unterscheiden-.
Ja, Hallo. Was ich damit sagen wollte oder auch möchte. Ist, das wir halt nicht Blind handeln sollten, wenn wir Hass verspürn. Sondern einmal zu viel überlegen als zu wenig
das interview aus der nw, das rené heute verlinkt hat, erklärt ja schon einiges dazu. im grunde das, was mir auch ursprünglich in den kopf kam. gut, wenigstens eine meiner drei fragen konnte ich dann für mich abhaken.
ich verstehe das Lied gut. Wenn ich bedenke wie ich z.B. von meinem Lehrer behandelt werde, oder die sexistischen Sprüche von Typen. Alle versuchen dazuzugehören,obwohl sich keiner (gut) fühlen kann. Alle wollen Sachen und Geld haben. Wofür steht die Wendung am Ende für dich?
ich muss erst mal noch sagen, dass inzwischen alles auch klarer ist für mich; zum einen ist das stück "gesackt", zum anderen gab's ja jede menge zum thema zu lesen. was mir von anfang an als einziges gefallen hat, war halt, dass zum ende hin klar war, dass der hass (den ich lieber "wut" oder sonstwie nennen würde, weil ich ehrlich gesagt niemanden hasse) irgendwie anders kanalisiert werden sollte. und mir gehen formulierungen wie "menschen auf der straße benehmen sich wie vieh", "fühlen nach vorschrift" oder "reiche und mächtige" total gegen den strich. klingt wie eine neuauflage der "diktatur.." damals. das hat mit mir absolut nichts zu tun, muss es auch nicht, egal.
jetzt ist es jedenfalls sogar so, dass ich es ganz gut finde, dass ein liebes- und ein hasslied gleichzeitig erscheinen, das bessere davon als single. super. hätte sich sonst vielleicht zu sehr nach "heile welt" angefühlt, so mit dem gegenpol "hass" dazu ist es ganz wunderbar. auch wenn das hasslied nach wie vor ein skip-song für mich ist (einfach nicht [mehr] mein thema), habe ich nun doch meinen frieden damit gemacht. auch wenn ich den weißen anzug in dem video total beknackt finde.
lass dich nicht schlecht behandeln! liebe grüße, kristin
Als ich diesen Vorabsong auf seiner Homepage damals zum ersten mal gehört habe, verspürte ich totale Euphorie und war auch einfach nur überrascht ein solches Lied von Jochen wieder hören zu können. Ich fühlte mich vom textlichen Inhalt sofort angesprochen. Ich komme sowieso aus dieser Tocotronic-Freiburg-Ecke und kann daher mit der Thematik des 'Gesellschaftshasses' sehr viel anfangen. Ich sonnte mich direkt unter der Sonne Jochens Textes. Ja solange bis er seinen Finger sogar gegen mich erhob und mir zeigte dass die Anderen ihren Hass auch nur auf mich projizieren und ich sie dadurch dass ich ihnen in dieser Hinsicht (nicht mehr zu 'hassen') dann den Rücken kehre. Ich lasse sie nun mal alleine mit ihren von Hass zerfressenen Gedanken. Ich wende mich der Liebe zu und lasse mich selbst zur Liebe werden... Jochen ist zurück und ich bin überglücklich darüber!
meine tocotronic-freiburg-zeiten liegen schon ein paar jahre hinter mir, aber stimmt, jetzt wo du's sagst, fällt mir auch auf, dass ich mich damals nicht an dem hass-wort gestört habe. wobei ich schon immer auch fand, dass es in "freiburg" eher um ein nicht vorhandenes zugehörigkeitsgefühl geht und "hass" wohl auch zu extrem formuliert war, aber dirk habe ich es durchgehen lassen. bei jochen guckt man wahrscheinlich immer noch mal genauer hin.
Aber Hass war doch schon immer auch in Blumfeld Texten vorhanden. 'Ich will sie hassen und kanns nicht lassen' zum Beispiel! ;) Aber klar; es verhält sich da ganz anders als in Toco-Protestsongs. Ich persönlich schrecke eigtl. nicht vor dem 'Hass' an sich zurück. Ich lebe ihn genau so aus wie meine Liebe. Natürlich pöble ich keine Leute an die ich nicht leiden kann oder schrei meine Abneigung ihnen gegenüber in die Weltgeschichte. Es ist aber dennoch ein großer Teil meines Lebens denke ich. Und der Hass an sich war schon immer ein Antrieb fürs Songwritting bei Blumfeld, Tocotronic & Co. Das Lied 'Einfach So' von Jochen hat z.B. auch diesen verächtlichen Charakter wie ich finde.
ja, wie gesagt, ich hab mich zu sehr an dem wort festgebissen. ich finde, es sollte eher "wut" heißen (weil hass bezieht sich ja, genau genommen, immer auf menschen und eher nicht auf sowas wie tanztheater), aber das klingt dann auch nicht so schön. und abneigung ist auch wieder nicht so extrem wie hass. ach, jetzt finde ich mich selbst ganz pingelig, sorry.
stimmt, "einfach so", besonders live, hat was verächtliches.